6 Uhr Kirche Mülldorf
Die Aufteilung der Gebetszeiten werden später bekannt gegeben.
Abschluss mit einem Gottesdienst in den Kirchen.
Punkt 16.00 Uhr übernahmen die Kommunionkinder mit Ihren Katechetinnen und Norbert Koch nach der Gebetsstunde für die Verstorbenen mit Pastor Schierbaum die nächste Stunde des Ewigen Gebetes am 07. März. In dieser Stunde versuchten die Kinder eine Antwort auf die Frage zu finden, wie bzw. wer ist Gott? Allerhand Antworten kamen da zusammen. Kindgerecht brachte Norbert Koch die Geschichte von den Mäusen dar: mit Trommel, Posaune, Malkunst und jede Menge Gestik und Mimik. Resümee der Geschichte: Gott ist das, was wir in ihm sehen. Er kann König, Herr oder Bruder sein, für manche ist er das Licht und die Wärme, andere sehen in ihm den Freund, dem man alles anvertrauen kann und der einen nicht verurteilt sondern auffängt.
Claudia Kummer
19:00 Uhr Kapelle Meindorf
Taizé-Gebet zum Ausklang des Ewigen Gebets.
Gestaltung und Leitung: Georg und Katleen Rakel
19.30 Uhr Kirche Mülldorf
Konsequenzen der Sinusstudie "Zur Lage der Kirche in Deutschland"
Vortrag und Diskussion
Referent: Klaus Gerhards, Essen iD-Agentur-Ruhr
Leitung des Abends: Dr. Ludger Gruber
20 Uhr Alte Burg, Kirchstraße 24, St. Augustin-Menden
Christen aus Menden, Mülldorf und Meindorf beschäftigen sich in der Glaubenswoche mit der Frage, wer im Seelsorgebereich wohnt und wer in das Gemeindeleben integriert werden kann
In der Mülldorfer Blumensiedlung wohnen viele „Konservative“ und „Traditionsverwurzelte“, im alten Ortskern von Meindorf genauso. Dagegen sind es viele „Experimentalisten“, die in der kinderreichen Siedlung Rostocker/Wismarer Straße in Mülldorf zu Hause sind, und viele aus der „Bürgerlichen Mitte“ im Meindorfer Neubaugebiet. Die Begriffe kommen aus der so genannten Milieuforschung. Dabei werden die Bewohner von Wohnvierteln in insgesamt zehn Gruppen eingeteilt. Natürlich sind die einzelnen Gegenden nicht homogen strukturiert, aber es ist laut Milieuforschung wahrscheinlich, dass die eine oder andere Gruppe in jenen Wohnvierteln überproportional vertreten ist.
Und was hat das mit der Glaubenswoche zu tun?
Klaus Gerhards, Diplom-Theologe, Berater von Pfarreien im Bistum Essen und Experte für die auf der Milieuforschung basierende Sinusstudie, stellte am Mittwochabend vor rund 70 Teilnehmern in der Alten Burg in Menden die Struktur der Bevölkerung im Seelsorgebereich Sankt Augustin-Untere Sieg vor und führte aus, was getan werden könne, um noch fern stehende Menschen für das Gemeindeleben zu interessieren. „Schauen Sie erstmal auf sich selbst“, forderte Gerhards die Gläubigen auf. „Wollen Sie so bleiben? Wollen Sie Menschen hinzugewinnen? Einen neuen Ansatz für das Gemeindeleben finden?“, fragte er.
Wenn dies im Seelsorgebereich geklärt sei, könne man in die intensive Analysephase einsteigen. Mögliche Fragestellungen seien: „Wer wohnt bei uns? Wer kommt aus welchem Grund zu uns? Wen erreichen wir noch? Wer soll in den Blick kommen? Wo sind wir milieuverengt? Wo wollen wir dies ändern?“ Dabei spiele eine Rolle, dass nur noch wenige Milieus Zugang zu Kirche und Gemeinde hätten. So werde die Kirche hauptsächlich getragen von Traditionsverwurzelten und Konservativen (beide Gruppen haben in der Bevölkerung insgesamt einen Anteil von knapp 20 Prozent), weniger von Etablierten und der Bürgerlichen Mitte – letztere fänden vor allem über die Kinder den Zugang zur Kirche (Spielgruppen, Kommunionvorbereitung), seien danach aber wieder weg, wenn man sie nicht an die Gemeinde binden könne.
Ganz wichtig, so Gerhards, sei, dass Menschen, die von außen kommen, in der Pfarrei begrüßt würden und dass jenen, die die Kirche verlassen wollten, nachgegangen werde. Darüber hinaus sei wichtig, „Kontaktzonen zu überprüfen“, zum Beispiel das Internet, den Pfarrbrief, Schaukästen, die Lokalpresse, den Rundfunk, die Kindergärten, die Pfarrheime und Einschulungsgottesdienste zu nutzen, um auf die Gemeinde aufmerksam zu machen.
Anschließend entwickelte sich eine rege Diskussion. Darin betonten Gläubige, dass man sich in der Gemeinde auch von liebgewordenen Dingen trennen müsse. „Wir können nicht noch mehr draufpacken“, sagte einer. Andererseits, so eine andere, sei es unheimlich wichtig, auf Menschen zuzugehen, um ihnen zu zeigen, dass sie in der Gemeinde willkommen sind.
Wie Moderator Ludger Gruber vom Innovationsausschuss des Pfarrgemeinderates sagte, wird sich das Gremium demnächst mit der Studie beschäftigen und versuchen herauszufinden, welche Möglichkeiten sich aus der Analyse heraus ergeben.
Bernd Eyermann