Frühschicht mit anschließendem Frühstück

6 Uhr Kapelle Meindorf

Seniorennachmittag

Gespräche - Kaffee - Kuchen
Organisation: Loni Börsch und Team
Leitung: Pfarrer Schierbaum, Kaplan Welly
15 Uhr Alte Burg, Kirchstr. 24, St. Augustin-Menden

Mitten in die Glaubenswoche fiel der monatlich stattfindende Seniorennachmittag der Gemeinde(n), der unter der Leitung von Loni Börsch regelmäßig stattfindet. Eingebettet in die Glaubenswoche, waren alle in die Alte Burg eingeladen sich mit Pfarrer Schierbaum und Kaplan Welly – nach Kaffee und Kuchen auf den Empfang der Krankensalbung vorzubereiten. D. h sich über das Thema Krankensalbung zu informieren - und auch über Tod zu sprechen. Doch das diesen Themen anhaftende Tabu schien sich während des Vortrages zu verlieren.

Krankensalbung, ein Sakrament, das mehrmals empfangen werden kann, dient nicht (nur) dazu, eine(n) Sterbende(n) auf den Tod vorzubereiten. Es ist viel mehr. „Es vereint Beichte, Kommunion und durch die Salbung an sich, eine Berührung mit Gott“, so Pastor Schierbaum. Die Krankensalbung ist aber nicht nur für (vermutlich) vor dem Lebensende stehende vorgesehen, sondern für Schwerkranke an sich, zum Spenden von Trost, zur Stärkung aber auch, um Angst zu lindern. Dies gilt genauso für Menschen mit seelischen Leiden, die körperlich an sich nicht erkrankt sind, Menschen mit „gebrochenem Herz“. Diesen Menschen kann die Krankensalbung Hoffnung und Linderung geben. Wichtig ist, dass die Menschen, die die Krankensalbung erhalten, sich wirklich einlassen wollen, sprich diese zulassen. Daher rief Pfarrer Schierbaum auf, sich frühzeitig mit diesem Thema zu befassen und es so bewusst mitzufeiern. Zu Ende des Nachmittags wies Pfarrer Schierbaum auf die Möglichkeit hin, sich zur Krankensalbung anzumelden, die in der Woche nach der Glaubenswoche vorgesehen ist. Die Termine hierzu sind wie folgt:

Meindorf:         13. März, 14.30 Uhr, Kapelle St. Maria Rosenkranzkönigin;

                        Anschließend findet eine Begegnung im Pfarrheim statt.

Mülldorf:          14. März, 14.30 Uhr, Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung

                        Anschließend findet eine Begegnung im Pfarrheim statt.

Menden:          15. März, 14.30 Uhr, Pfarrkirche Menden

                        Anschließend findet keine Begegnung statt!

Anmeldungen sind möglich unter: Pfarrbüro Menden: 312536 oder
Pfarrbüro Mülldorf 341958

Der Nachmittag wurde mit einem gemeinsamen Gebet aus dem Faltblatt „Gebete im Alter“ beendet.

Die Senioren treffen sich in Menden jeweils am 2. Donnerstag im Monat in der Alten Burg. Das nächste Treffen dort findet am 12. April 2007 statt.

In Meindorf treffen sich die Senioren erstmals wieder am kommenden Dienstag (13. März) im monatlichen Turnus. Treffpunkt ist auch hier das Pfarrheim.

Die Senioren aus Mülldorf sehen sich im 14tägigen Rhythmus mittwochs im Pfarrheim.

Claudia Kummer

 

Abendgebet

19.30 Uhr Kapelle Meindorf

"Jesus von Montreal"

Filmabend für Jugendliche ab 16 Jahre
Leitung: Ilse und Dr. Winfried Schmitz
20 Uhr JUHEISA (Jugendheim Sankt Augustin) Kirchstraße, St. Augustin-Menden

Der Film spricht uns direkt an und zeigt, wie Jesus das Leben eines Menschen heute verändern kann. Die Fragen, die der Film aufwirft, können im Anschluss an den Film mit Ilse und Winfried Schmitz besprochen werden.

Glauben Frauen anders als Männer? - Glauben Männer anders als Frauen?

Gesprächsabend
Leitung: Margaretha Jagdfeld, Leiterin der Frauenseelsorge i.R. und Markus Roentgen, Diözesanreferent u. langjähriger Referent für Männerseelsorge
20 Uhr Alte Burg, Kirchstraße 24, St. Augustin-Menden

In nahezu allen Bereichen des Lebens gibt es Studien zur Frage, warum Männer anders sind als Frauen. In Glaubensfragen jedoch scheinen diese Unterschiede unerheblich. Doch sind sie es wirklich?

Um dieser Frage nachzuspüren, trafen sich gestern Abend 24 Frauen und 11 Männer zu einem Gesprächsabend unter dem Thema "Glauben Frauen anders als Männer? - Glauben Männer anders als Frauen?".

Nach einem gemeinsamen Lied zur Einstimmung referierte Margaretha Jagdfeld, Leiterin der Frauenseelsorge i.R., ihre Erfahrungen aus der Seelsorge mit Frauen, wie Frauen glauben, was ihnen wichtig ist und wie sie die (Amts-)Kirche erleben. Zunächst war es ihr dabei wichtig, den Glauben der Frauen nicht in Vergleich zum Glauben der Männer zu setzen, um einer Bewertung der jeweiligen Glaubensformen aus dem Weg zu gehen.

Es wurde deutlich, dass Frauen einen eher bodenständigen, geerdeten Bezug zum Glauben suchen. Sie wünschen sich ganzheitliche Erfahrbarkeit, Ruhe und Besinnung, aber ebenso wollen sie den Glauben mitgestalten, ihn weitergeben und suchen in Frauengruppen und Gesprächsabenden die Begegnung mit ihresgleichen. Eine wichtige Rolle im Glaubensleben einer Frau spielt ihre eigene Biografie, ihr Leben lang ist sie weiter auf der Suche nach einer Stärkung ihres persönlichen Glaubens. Mit der These "Wer die Frauen in der Kirche verliert, verliert die nächste Generation" beendete Margaretha Jagdfeld ihren Impuls und übergab das Wort an Markus Roentgen, Diözesanreferent und langjähriger Referent für Männerseelsorge.

Zunächst ist bei der Frage nach dem Glauben der Männer grundlegend zu unterscheiden zwischen Männern, die in der Kirche arbeiten und Männern im allgemeinen. Denn das Verhältnis letzterer zu Glaube und Kirche zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass sie Berufsleben und Religiosität strikt voneinander trennen und ihre spirituellen Bedürfnisse nur überaus selten kommunizieren. Männer brauchen, um sich auf ihren Glauben fokussieren zu können, größtmöglichen Abstand zu ihrem beruflichen und familiären Alltag und den daraus erwachsenden Erwartungen und Ansprüchen an ihre Person. Um diese Distanz zum Alltag zu finden suchen Männer nach besonderen Gelegenheiten und einer kargschönen jedoch schlichten und nicht durch Symbole und Farben überfrachteten Atmosphäre, die sie oft im gemeinsamen Naturerleben und unter körperlicher Anstrengung wie beispielsweise auf Wallfahrten finden. "Unsere Mitte ist das Lagerfeuer" - doch oft ist auch schon das Aufbauen beim Pfarrfest Anlass genug, sich den Dingen zuzuwenden, die sonst unausgesprochen bleiben.

In einer getrennten Gesprächsrunde diskutierten die Männer im einen, die Frauen im anderen Raum ihre Erfahrungen mit ihrem Glauben, aber auch mit dem Glauben des jeweils anderen Geschlechts. Hierbei wurde in beiden Gruppen deutlich, dass die Referenten mit ihren Impulsen genau ins Schwarze getroffen hatten.

Im abschließenden wiedervereinten Plenum wurde nocheinmal deutlich, dass Männer tatsächlich anders glauben als Frauen, und dass es nicht darum geht diese Unterschiede zu nivellieren, sondern deren Potenzial kreativ zu nutzen.

Rafaela u. Martin Weinz